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1994er Golf 3, 2005er Renault Clio 2

Ausgangslage: Probleme mit folgenden Fahrzeugen:

1. 1994er Golf 3, 1.600 cm, 75 PS, 255.000 km läuft ziemlich rau (besonders nach dem Starten), baut Druck im Kühlsystem auf (ab und an wirft er auch schon mal Kühlflüssigkeit über den Ausgleichsbehälter raus); positiver CO2-Test (das Kontrastmittel wechselt schon kurz nach dem Start die Farbe von blau auf gelb).

2. 2005er Renault Clio 2, 1,6 Liter, 107 PS, 181.000 km; kein Druckaufbau im Kühlsystem, CO2-Test negativ, aber massiv viel Kühlwasser im Öl, braun-gelber Brei am Ölmessstab und am Öleinfülldeckel (glücklicherweise noch kein Lagerschaden ...).

Ich hatte die Reparatursätze für die Zylinderkopfdichtungen schon gekauft (zusammen knapp 150 Euro), als ich durch eine Werbeeinblendung auf Steel Seal aufmerksam wurde. Ich recherchierte fast einen ganzen Tag lang Rezensionen und Erfahrungsberichte. In einem sehr konstruktiven Telefonat mit einem Kundenberater der Firma (sehr zu empfehlen!) lernte ich zwei wichtige Dinge:

Das Mittel benötigt möglichst sauberes, klares Kühlmittel (überwiegend oder zur Gänze Wasser) und maximale Hitze!

So entschloss ich mich (wie viele andere auch), es einfach mal zu riskieren, und orderte am Sonntag 26.12. zwei Flaschen Steel Seal, denn: Zwar ist der Wechsel der Kopfdichtung beim Golf eigentlich keine große Sache, beim Clio stellt die Prozedur aber schon eine gewisse Herausforderung dar. Wenn man sich diesen enormen Aufwand sparen kann ... Davon abgesehen birgt auch der Wechsel der ZKD gewisse Risiken.

Der Clio sollte als Erster ran. Den Dienstag 28.12. verbrachte ich größtenteils mit dem Spülen des Kühlsystems. Insgesamt 5 mal ließ ich die rote Fertigmischung ab, bis auch wirklich der letzte Rotschleier im Wasser verschwunden war, und füllte jeweils mit gefiltertem Wasser aus der Regentonne wieder auf.

Weil der zweite Durchgang in einer Behandlung mit Kühlerreiniger bestand (die Öl/Wasser-Emulsion sollte rückstandsfrei beseitigt werden), schloss ich sicherheitshalber 3 Spülgänge mit klarem Wasser an, denn die Wirksamkeit von Steel Seal hängt meines Erachtens entscheidend davon ab, dass sich keine anderen chemischen Substanzen im Kühlsystem befinden.

Pünktlich um 16 Uhr am Mittwoch 29.12. wurden die beiden Flaschen geliefert. Um 16.30 Uhr schüttete ich das Mittel nicht in das Ausgleichsgefäß, sondern direkt in den Verbindungsschlauch zwischen Kühler und Thermostat. Anschließend füllte ich mit Regenwasser auf und ließ den Motor mit Leerlaufdrehzahl bei offenem Ausgleichsbehälter von 16.40 Uhr bis 17.30 Uhr laufen.

Mein Plan, es wegen möglicher Probleme mit dem Wärmetauscher ohne Umweg über die Heizung zu schaffen, klappte nicht. Nach etwa 15 Minuten kochte das Wasser leicht über (das sollte man wegen der damit verbundenen „Sauerei“ tunlichst vermeiden!), beruhigte sich aber sofort, als ich die Heizung auf „Maxi“ und das Gebläse auf höchste Stufe stellte. In der Folgezeit regulierte ich über die Gebläseeinstellung die Wassertemperatur ständig so, dass es im Ausgleichsbehälter zwar dampfte, aber nicht kochte.

Danach ließ ich den Motor abkühlen. Um 23.00 Uhr nachts füllte ich Wasser bis „Max“ auf und siehe da, am Donnerstagmorgen hatte sich am Wasserstand nichts verändert (also offenbar kein Wasser ins Öl abgewandert).

Von 10.00 Uhr bis 11.30 Uhr am Donnerstag 30.12. machte ich eine entspannte Eifelrundfahrt mit Drehzahlen bis allenfalls mal 2.500 Touren, während der der Wasserstand ständig ok war. Zurück zuhause ließ ich den Motor wieder abkühlen. Dabei fiel der Wasserstand im Verlauf mehrerer Stunden um etwa 1 cm (übliches Maß).

Um 16.00 Uhr nachmittags drehte ich dann nochmals eine Runde von etwa 40 km mit demselben Ergebnis: Der Wasserstand „kalt“ war ca. 1 cm niedriger als „warm“.

Bis jetzt also „alles im grünen Bereich“. Natürlich weiß ich nicht, wie lange die Wirkung von Steel Seal anhält, aber entsprechend der Empfehlung der Herstellerfirma werde ich das Mittel zunächst im System belassen und Frostschutz erst einfüllen, sobald wieder Minustemperaturen drohen.

Die Geschichte mit dem Golf ist schnell erzählt: Kühlsystem mit Regenwasser gespült, Steel Seal direkt in den (ebenfalls deckellosen) Kühler gegossen, mit Wasser aufgefüllt und den Motor wieder ca. 45 Minuten laufen lassen. Auch hier funktionierte die Regulierung über das Heizungsgebläse (zeitweise in Kombination mit dem Kühlerlüfter) hervorragend.

Und das Beste: Schon nach wenigen Minuten Einwirkzeit drang kein CO2 mehr in das Kühlwasser. Das Kontrastmittel blieb blau, obwohl ich die Testapparatur 20 Minuten lang angebracht habe.

Seit Donnerstag 30.12. bin ich mit beiden Autos längere Strecken gefahren und habe die Motoren zwischendurch immer wieder kalt werden lassen: Ich konnte keine Probleme feststellen, übrigens auch nicht mit den Wärmetauschern der Heizung.

Mein Fazit:

Ich weiß nicht, was die Steel-Seal-Leute in diesem Zaubertrank zusammengemixt haben, vermute aber, dass Natriumsilikat eine tragende Rolle spielt. Wenn ich richtig verstanden habe, schmilzt diese chemische Substanz nur an den Stellen des Motors, die extrem heiß werden (also im Bereich der Brennräume) und bildet genau dort - und nirgends sonst - eine glasharte Schutzschicht. Daher habe ich bewusst von der Verwendung wesentlich preisgünstigerer feststoffhaltiger Kühlerdichtmittel abgesehen, denn gemahlene Mandelschalen, Keramikpartikel und ähnliches Material dürfte in der Tat schnell zu Verklumpungen/Verstopfungen führen.

Fest steht jedenfalls, dass in beiden Fällen („Kühlwasser im Öl und Öl im Kühlwasser“ sowie „Abgas im Kühlwasser“) Steel Seal mit relativ geringem Zeit- und Kostenaufwand für Abhilfe gesorgt hat. Man muss sich halt nur strikt an die Vorgaben des Herstellers halten, besser noch keinen Tropfen chemischen Zusatzes im klaren Wasser belassen. Und falls die Wirkung irgendwann doch mal nachlassen sollte, werde ich gerne eine weitere Flasche bestellen.

Die Behandlung mit Steel Seal bedeutet selbstverständlich keine echte Reparatur. Der Einsatz macht aber jedenfalls Sinn bei betagten Alltagsfahrzeugen, für die sich kostenintensive Eingriffe nicht mehr lohnen und die nur noch eine endliche Zeit lang „über Wasser gehalten“ werden sollen.

Hajo Imgrund
08.01.2021, 52388 Nörvenich

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